Bei Unterstossungen von Bahnanlagen kann es zu raschen Hebungen und Senkungen kommen, welche mit klassischen Messmethoden nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit zuverlässig detektiert werden können.

Die Firma Trigonet hat ein Messkonzept mit Neigungssensoren entwickelt, welches es erlaubt, Höhenänderungen sehr rasch und zuverlässig zu detektieren und entsprechend zu alarmieren. Das System hat sich bei diversen Baustellen bewährt und ist erprobt.

Unser Messkonzept wurde von der SBB-Geomatik geprüft und wir haben die Freigabe für den Einsatz von Neigungssensoren in Kombination mit manuellen Messungen am 06. Oktober 2020 erhalten. Damit können alle Anforderungen gemäss Reglement I-50009 eingehalten werden.

Wie funktioniert das Ganze?

Neigungssensoren, welche auf den Schwellen rechts und links der Bohrung installiert werden, senden im Minutentakt Messresultate an ein Modem. Dieses überträgt die Messresultate auf unseren Server, dort werden die Daten mit der Gleislage verrechnet und geprüft. Bei einer Grenzwertüberschreitung erfolgt eine sofortige Alarmierung.

Ihre Vorteile

Hohes Messintervall
Hochmoderne Neigungssensoren ermöglichen ein hohes Messintervall.

Schnelle Alarmierung
Trigomo alarmiert bei einer Grenzüberschreitung intelligent über diverse Kanäle wie SMS, Anruf, App u/o Email sofort.

Wetterunabhängig
Ob starker Regen oder Schnee Trigomo registriert jede Bewegung sicher und zuverlässig.

Das passiert im Detail

Bei einer Unterstossung zeigen sich immer die selben Bewegungsmuster. Entweder hebt sich das Gleis durch die Materialverdrängung über der Bohrachse an oder es kommt aufgrund einer Materialentnahme zu Setzungen unter der Bohrachse.

Mittels auf den Schwellen montierten 3-Achs-Neigungssensoren werden Neigungsänderungen sofort detektiert. Beim Addieren der Winkeländerungen über den Einflussbereich können Höhendifferenzen und daraus die vertikalen Pfeilhöhen abgeleitet werden.

Dadurch werden Setzungen bzw. Hebungen rasch detektiert und nötigenfalls ein Alarm ausgelöst. Ebenfalls kann die Verwindung aufgrund der Querneigungsänderung von 2 Sensoren bestimmt werden. Durch eine manuelle Gleisaufnahmen mit der Schienenlatte bei der Installation ist es möglich, Winkeländerungen der Neigungssensoren auf die Schienenoberkante umzurechnen.

Die Alarmierung erfolgt automatisch, sobald die relevanten Grenzwerte überschritten werden oder ein Neigungssensor eine grössere Bewegung feststellt.

Auszug aus unseren Projekten

In den letzten Jahren durften wir einen grossen Erfahrungsschatz bei der Überwachung von Bahnanlagen aneignen. Dabei haben wir unser System und unsere Prozesse laufend bis zur Perfektion optimiert und verbessert.

Leistungssteigerung Mägenwil

Die neue Verbindungslinie zwischen Rupperswil und Mägenwil ermöglicht einen Halbstundentakt der S11 zwischen Aarau und Zürich. Bei diesem Projekt durften wir diverse Speziallösungen einsetzen:

  • Klassische Gleisüberwachung mit 6 Tachymeter
  • Überwachung von Unterstossungen mit Neigungssensoren
  • Bestimmung von dynamischen Gleisbewegungen während der Zugsdurchfahrt
Ausbau Bahnhof Muttenz

4 Gleise der wichtigen Nord-Süd Verbindung wurden mit einer Pressbohrung unterfahren. Auf Wunsch der Bohrunternehmen durften wir die Überwachung mit Neigungssensoren durchführen.

Unsere Entwicklung des Trigomo Systems

1996
Dank motorisierter Tachymeter mit automatischer Zielerfassung (ATR) macht Trigonet vor einem viertel Jahrhundert seine ersten Erfahrungen mit modernsten Tachymetern, welche insbesondere bei Deformationsmessungen wie der Staumauer Emosson zum Einsatz kamen.
2010
Mit der Überwachung der Museggmauer setzt die Firma Trigonet das erste Mal ein automatisches Monitoring für die permanente Bestimmung von Bewegungen ein.
Noch im gleichen Jahr erfolgt die erste automatische Gleisüberwachung im Seeburgpark in Luzern.
2014
Ein weiterer Schritt war die live Datenübertragung der Messwerte an den Kunden. Diese Möglichkeit wurde für eine Gleisunterstossung am Seetalplatz in Luzern auf Wunsch eines Kunden entwickelt und erfolgreich umgesetzt.
2017
Die Prüfung der Messergebnisse und eine allenfalls daraus folgende Alarmierung wurden laufend weiterentwickelt. Beim Projekt Mall of Switzerland informierte unser Überwachungssystem den Sicherheitswärter vor der Gleisfreigabe mittels einem SMS über den Gleiszustand. Gleichzeitig war dies der Startschuss für unser eigenes Webportal für die Datenvisualisierung.
2019
Im Jahr 2019 startete unser bisher grösstes Monitoringprojekt in Horw mit bis zu 5 Messinstrumenten und bis zu 650 Überwachungspunkten.
Zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelten wir eine Software für die dynamische Überwachung von Geleisen während Zugsdurchfahrten.
Die Alarmierungfunktionen wurden mit den Funktionen der Kettennalarmierung, Telefonanruf und Bestätigungsfunktionen erweitert.
2020
Im Januar überwachten wir erstmals die Geleise während einer Unterstossung mittels Neigungssensoren als Pilotprojekt.
Bei der Untersprengung des Stollens Wichels für die Hochwassersicherheit Obwalden kam ein kombiniertes Messsystem bestehend aus Tachymetrie und einem hydraulischen Systems (Schlauchwasserwaage) zum Einsatz.
Ein neuer Algorithmus zur Auswertung von Gleisüberwachung konnte erfolgreich implementiert werden. Dieser berücksichtigt die Nachbarschaftsbeziehungen, ein Quantensprung in der Fehlerdetektion.
Im Herbst genehmigt SBB Geomatik unser Konzept für die Überwachung von Gleisanlagen bei Unterstossungen.

Unsere Entwicklung des Trigomo Systems

1996
Dank motorisierter Tachymeter mit automatischer Zielerfassung (ATR) macht Trigonet vor einem viertel Jahrhundert seine ersten Erfahrungen mit modernsten Tachymetern, welche insbesondere bei Deformationsmessungen wie der Staumauer Emosson zum Einsatz kamen.
2010
Mit der Überwachung der Museggmauer setzt die Firma Trigonet das erste Mal ein automatisches Monitoring für die permanente Bestimmung von Bewegungen ein.
Noch im gleichen Jahr erfolgt die erste automatische Gleisüberwachung im Seeburgpark in Luzern.
2014
Ein weiterer Schritt war die live Datenübertragung der Messwerte an den Kunden. Diese Möglichkeit wurde für eine Gleisunterstossung am Seetalplatz in Luzern auf Wunsch eines Kunden entwickelt und erfolgreich umgesetzt.
2017
Die Prüfung der Messergebnisse und eine allenfalls daraus folgende Alarmierung wurden laufend weiterentwickelt. Beim Projekt Mall of Switzerland informierte unser Überwachungssystem den Sicherheitswärter vor der Gleisfreigabe mittels einem SMS über den Gleiszustand. Gleichzeitig war dies der Startschuss für unser eigenes Webportal für die Datenvisualisierung.
2019
Im Jahr 2019 startete unser bisher grösstes Monitoringprojekt in Horw mit bis zu 5 Messinstrumenten und bis zu 650 Überwachungspunkten.
Zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelten wir eine Software für die dynamische Überwachung von Geleisen während Zugsdurchfahrten.
Die Alarmierungfunktionen wurden mit den Funktionen der Kettennalarmierung, Telefonanruf und Bestätigungsfunktionen erweitert.
2020
Im Januar überwachten wir erstmals die Geleise während einer Unterstossung mittels Neigungssensoren als Pilotprojekt.
Bei der Untersprengung des Stollens Wichels für die Hochwassersicherheit Obwalden kam ein kombiniertes Messsystem bestehend aus Tachymetrie und einem hydraulischen Systems (Schlauchwasserwaage) zum Einsatz.
Ein neuer Algorithmus zur Auswertung von Gleisüberwachung konnte erfolgreich implementiert werden. Dieser berücksichtigt die Nachbarschaftsbeziehungen, ein Quantensprung in der Fehlerdetektion.
Im Herbst genehmigt SBB Geomatik unser Konzept für die Überwachung von Gleisanlagen bei Unterstossungen.

Unser Experten Team der Trigonet AG

Jochen Veitinger
Fachspezialist
Datenanalysen und -visualisierungen
Daniel Weber
Projektleiter
Geomonitoring
Dario Derungs
Projektleiter
Geomonitoring
Zeno Meyer
Fachspezialist
Bahnvermessung
Claudio Pfister
Fachspezialist
Bahnvermessung

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041 368 20 63